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24
Jan

Kampfmittelbeseitigungsdienst Westfalen-Lippe entschärft Bombenblindgänger im Hoeschpark und auf Phoenix-West

K.F. Schröder vom Kampfmittelräumdienst zeigt den Zünder, der in einem Mechanismus eingespannt ist, Damit kann der Entschärfer über einen Seilmechanismus aus der Entfernung den Zünder herausdrehen. (Foto: Michael Printz)
K.F. Schröder vom Kampfmittelräumdienst zeigt den Zünder, der in einem Mechanismus eingespannt ist, Damit kann der Entschärfer über einen Seilmechanismus aus der Entfernung den Zünder herausdrehen. (Foto: Michael Printz)
Von mehreren verdächtigen Stellen, die sich aufgrund einer aktuellen Luftbildauswertung ergaben, stellte sich am heutigen Donnerstag, 24. Januar, eine als positiv heraus. Eine weitere Bombe wurde auf dem Phoenix-West-Gelände an der Nortkirchenstraße entschärft.



Den britischen Bombenblindgänger mit einem Gewicht von 250 Kilogramm entschärfte Feuerwerker Walter Luth auf dem Gelände des Hoeschparks in der nördlichen Innenstadt Nähe Borsigplatz. Zuletzt am 27. November 2007 war Luth hier tätig geworden, als zwei Blindgänger von je 500 Kilogramm einen Evakuierungsradius von 500 Metern erforderlich machten.
Im heutigen Evakuierungsradius von 250 Metern wurden bereits am gestrigen Mittwoch durch Mitarbeiter des Ordnungsamtes entsprechende Handzettel an Haushalte und Betriebe verteilt, so dass die heutige Aktion für die Betroffenen nicht völlig überraschend kann. Mitarbeiter/innen der Metro sowie MC Donalds mussten die Betriebsräume verlassen.
Nach Erörterung der aktuellen Lage gegen 9 Uhr begannen die Mitarbeiter des Ordnungsamtes sofort mit der Evakuierung. In diesem Zusammenhang wurden drei Krankentransporte erforderlich. Die betroffenen Personen wurden vorübergehend in der Oesterholz-Grundschule von Einsatzkräften der Johanniter-Unfallhilfe betreut. Nach Abschluss der Evakuierungsmaßnahmen begann die Polizei mit den Straßensperrungen, so dass der Feuerwerker in der Zeit von 10.30 bis 10.45 Uhr die Entschärfung vornehmen konnte. Im Anschluss daran wurden sämtliche Sperr- und Evakuierungsmaßnahmen aufgehoben.

Einen spontan weiteren Auftrag erhielt dann der Feuerwerker Karl-Friedrich Schröder für einen Blindgängerfund auf dem Gelände Phoenix-West an der Conrad-Adenauer-Allee, Ecke Nortkirchenstraße, direkt neben dem Autohaus BMW. Eine sogenannte MC 500 britischer Herkunft, 250 Kilo schwer, galt es hier unschädlich zu machen. Mit Blick darauf, dass der Blindgänger auf dem Erdreich lag, ordnete der Feuerwerker einen Evakuierungsradius von 300 Metern an. Im Radius liegen das Autohaus BMW, die Firma TGHM auf dem Phoenix-Gelände sowie Teile des Rombergparks. Neben einer Vollsperrung der B 54 in beide Fahrtrichtungen sind auch Teile der Nortkirchenstraße sowie die Conrad-Adenauer-Allee von den Sperrmaßnahmen betroffen. Rund 50 Mitarbeiter/innen des Ordnungsamtes begannen nach der Lagebesprechung um 12 Uhr mit der Evakuierung des Areals. Weiterhin betroffen war auch der Betrieb der U-Bahn-Linie U 49 sowie die Buslinie 440. Ein Verkehrsmeister der DSW21 traf vor Ort die entsprechenden Maßnahmen, um zu gewährleisten, dass zum Zeitpunkt der Entschärfung der Bahn- und Busbetrieb eingestellt ist. Um 13.13 Uhr passierte die letzte Bahn in Richtung Innenstadt den Fundort. Unmittelbar danach sperrte die Polizei den Straßenverkehr, so dass der Feuerwerker in der Zeit von 13.20 bis 13.38 Uhr seiner Arbeit nachgehen konnte. Auch hier wurden im Anschluss an die Entschärfung alle Sperr- und Evakuierungsmaßnahmen aufgehoben.

Fotomaterial vorhanden

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