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Jun
Erste Förderschule genießt Bildungspartnerschaft

Vertragsunterzeichnung mit Feierstunde. (Foto: Michael Printz)
„Viele Schülerpraktikanten sitzen ihr Praktikum nur ab, weil es ihnen von oben vorgegeben wurde und entscheiden sich für den falschen Lehrberuf, das macht auf die Dauer ausbildungsmüde.“weiß Ute Kersting. Als Inhaberin eines Floristikbetriebes hat sie schon viele Praktikanten und Auszubildende kommen und gehen sehen, viele wenig interessiert. Sie will zukünftig die Lehrer bei der Berufsorientierung mehr in die Pflicht genommen sehen: „Die Lehrer kennen die Schüler und ihre Fähigkeiten meist sehr gut, sie sollen ihnen helfen ihre Interessen und Fähigkeiten heraus zu finden“. Das wiederum ist kein besonderes Problem von Förderschulen, sind sich alle Beteiligten sicher: „Meist braucht ein Abiturient mehr Anleitung, als ein Haupt- oder Förderschüler der viel praktischer im Leben steht und viel handwerkliches Talent zeigt“. Aber auch bei denen wäre es wichtig, wenn die Unterrichtsinhalte viel praxisbezogener wären, ist sich Kersting sicher. Zwei bis drei Schüler gleichzeitig sollen in der zunächst auf ein Jahr festgelegten Lernpartnerschaft bei Ute Kersting ab der achten Klasse unter anderem auf Betriebserkundung gehen, ab der Klasse neun dann Betriebspraktika machen, den Blumengroßmarkt besuchen. Auch Werkstatttage für mehrere Schülerinnen und Schüler stehen auf dem von Schule und Betrieb erarbeiteten Programm.
Die IHK zu Dortmund unterstützt die Lernpartnerschaften durch die Betreuung der Unternehmen und ergänzt damit das Regionale Bildungsbüro, welches stadtweit das Projekt Bildungspartnerschaften Schule-Arbeitswelt koordiniert. Die Bildungspartnerschaften sollen den zukünftigen Schulabgängerinnen und Schulabgängern einen viel intensivieren Einblick in das Berufsleben und die Anforderungen an Auszubildende ermöglichen. Während die Schüler viel bessere Chancen für den Start in das Berufsleben bekommen, können die Ausbildungsbetriebe ihre potenziellen Azubis frühzeitig kennen lernen und erheblich besser entscheiden ob sie für den Beruf geeignet sind. Wer sich im Praktikum gut bewährt, hat oftmals viel bessere Chancen auf einen Ausbildungsvertrag.
