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23
Apr

Feuerwehr behindert Berichterstattung bei schwerem Unfall

PkwUeberschlagenBaumHagener03.jpgSonntag, 23. April 2006 - Dortmund / Herdecke. Zu einem schweren Unfall mit zwei Verletzten und massiver Behinderung der Berichterstattung durch die Feuerwehr Herdecke kam es am frühen Sonntagmorgen auf der Hagener Strasse. Ein Auto war gegen einen Baum gefahren und hatte sich überschlagen.

Wieso der Wagen auf der Hagener Strasse frontal einen Baum rammte, ist auch den Unfallermittlern der Polizei noch vollkommen unklar. Augenscheinlich war der Wagen in einer ganz leichten Linkskurve in Richtung Herdecke kurz nach der Autobahnbrücke A45 schnurstracks geradeaus gegen den Baum gefahren. Dann überschlug sich der Pkw und blieb auf dem Dach liegen. Die beiden 18-jährigen Insassen erlitten schwere Verletzungen, wurden notärztlich versorgt und zur stationären Behandlung mit Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht. Seitens der Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Herdecke kam es zu massiven Provokationen und Behinderungen der Berichterstattung. “Wir sind für den Schutz der Verletzten vor Fotografen zuständig” rechtfertigte sich der Einsatzleiter der Feuerwehr. Anstelle der Durchführung von Sicherungsmaßnahmen für die an und neben dem Fahrzeug am Patienten im Gefährdungsbereich arbeitenden Kollegen des Rettungsdienstes bildeten die Angehörigen der Feuerwehr eine wandernde Zensurtraube rund um die Einsatzstelle gegen Berichterstattung aus nichtbehindernder Entfernung. Eine Beobachtung der Rettungsmaßnahmen wurde durch Abdrängen und Drohung mit der Polizei unterbunden. Erst nach dem Eintreffen der Einsatzleiterin der eigentlich zuständigen Dortmunder Polizei konnten sich die Berichterstatter ungehindert bewegen. Die Kräfte der Feuerwehr Herdecke waren bereits in der Vergangenheit selbst besonnenen und kooperativen Pressevertretern gegenüber einschlägig negativ aufgefallen.

Nach Polizeiangaben mussten die Einsatzkräfte wegen einer unklaren Meldung eines Anrufers die Einsatzstelle zunächst suchen, was zu einer nicht unerheblichen Verzögerung der Menschenrettung führte. Noch nicht mitgeteilt hat die Polizei, wie konfus die Meldung des Unfalles war, was sowohl Dortmunder als auch Herdecker Einsatzkräfte auf den Plan rief. Die Einsatzkräfte aus Herdecke hatten die Unfallstelle dann auf Dortmunder Gebiet zuerst gefunden. Dieser Unfall zeigt ein weiteres Mal, wie wichtig präzise Unfallmeldungen an die Rettungsdienste sind. In diesem Fall fällt auf, daß die Beschilderung der unmittelbar an der Unfallstelle gelegenen Bushaltestelle und einer Querstraße hätten dem Anrufer zur Orientierung dienen können.

Die Hagener Strasse musste während der Menschenrettung und der Unfallaufnahme zunächst vollständig, dann einstreifig gesperrt werden. Der Unfallwagen wurde vollständig zerstört und wurde abgeschleppt.

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