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19
Apr

Entwichener Strafgefangener nach Verfolgungsfahrt festgenommen

2006_04_18_verfolgungsfahrtdo.jpgDienstag, 18. April 2006 - Dortmund. (mpr) Nach einer Verfolgungsfahrt konnte die Polizei am späten Dienstagnachmittag einen 48-Jährigen festnehmen, der wegen eines gegen ihn bestehenden Haftbefehls die Flucht angetreten hatte. Nach einer wilden Verfolgung quer durch Mengede und Huckarde endete die Fahrt mit einem Unfall. Die Polizei hatte durch Zeugen den Hinweis bekommen, dass ein polizeilich gesuchter Mann mit einem roten Ford Fiesta von Lünen nach Dortmund unterwegs sei. Das durch die Zeugen abgelesene Kennzeichen war bei der Polizei als gestohlen registriert.

Die Polizei leitete unmittelbar Fahndungsmaßnahmen ein und verpostete wichtige Verbindungsstrecken zwischen Lünen und Dortmund. Im Kreuzungsbereich Emscherallee / Königsheide kam den eingesetzten Beamten das mit drei Personen besetzte Fahrzeug in Fahrtrichtung Dortmund-Huckarde entgegen. Sofort nahmen die Beamten die Verfolgung auf und forderten den Fahrzeugführer durch das Einschalten von Blaulicht und Martinshorn zum anhalten auf. Dieser missachtete alle Anhaltesignale, erhöhte seine Geschwindigkeit und flüchtete mit teilweise über 130 km/h in Richtung Huckarde.

Am einspurigen Ortseingang von Huckarde hatten Polizeikräfte einen Streifenwagen quer auf die Fahrbahn gestellt - der flüchtende Pkw fuhr allerdings weiter mit hoher Geschwindigkeit auf die Straßensperre zu, so dass die Beamten sich in Sicherheit brachten. Nur wenige Meter weiter nahm der spektakuläre Fluchtversuch gegen 17.40 Uhr ein jähes Ende. Der Fahrer verlor die Kontrolle über den Wagen, kam von der Fahrbahn ab und kam auf einer Grünfläche zum Stillstand – knapp drei Meter vor einem von gut einem Dutzend Kindern benutzen Kinderspielplatz, der nach Polizeiangaben zu einem Kindergarten gehört. Noch immer nicht entmutigt wollte der Fahrer nun die Flucht zu Fuß fortsetzen, konnte jedoch von den Polizeibeamten noch am Fahrzeug überwältigt und festgenommen werden.

Schnell wurde der Grund für die riskante Fahrweise und den weiteren Fluchtversuch klar: Der 48-Jährige gestand, keine gültige Fahrerlaubnis zu besitzen, der Wagen sei nicht für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen und er müsse eigentlich zur Verbüßung einer mehrjährigen Haftstrafe wegen Diebstahls im Gefängnis sitzen. Vor zwei Monaten hatte seinen Hafturlaub eigenmächtig verlängert und war seitdem untergetaucht.

Zwei weitere Fahrzeuginsassen hatten die Flucht unverletzt überstanden. Sie sollten von dem Festgenommenen nach Hause gefahren werden und hatten ihn während der Flucht mehrfach aufgefordert anzuhalten. Den 48-Jährigen erwartet neben seiner noch ausstehenden Haftstrafe ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Fotomaterial vorhanden.

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